Gratis Nähanleitung kleines Etui „Allerlei“

Mit ein wenig Übung schnell genäht

Das Etui „Allerlei“ kannst du für alle möglichen Kleinigkeiten verwenden. Ob als kleine Geldbörse, wenn man mal das große Portemonnaie nicht mitschleppen will, als Beutel für die Hundeleckerlis, für Hygieneartikel oder als kleines Kosmetiktäschchen. Durch das kleine Format passt das Etui in jede Jackentasche oder in die Handtasche. Und obwohl das Täschchen nur 14 x 9 cm groß ist, kommst du durch die große Reißverschlussöffnung noch an die kleinste Centmünze leicht heran. Der Clou ist, dass der Reißverschluss „um die Ecke“ geht.

Falls du ein fertiges handgenähtes Täschchen kaufen möchtest, hier entlang!

Rechtliches

Die Rechte an der Anleitung und den Fotos zum Etui „Allerlei“ liegen bei SuGar Design Susanne Garvens. Wenn du dein genähtes Etui „Allerlei“ auf deinem Blog, deiner Facebook-, Instagram-, Pinterestseite etc. zeigen möchtest, dann nur mit folgender Angabe: „Genäht nach der Anleitung Etui „Allerlei“ von Susanne Garvens www.sugardesignkreativ.de“. Idealerweise gibst du eine Verlinkung an (website, facebook oder instagram), gerne auch unter dem Hashtag #etuiallerlei

Falls du das Etui „Allerlei“ gewerblich verkaufen möchtest, benötigst du von mir, Susanne Garvens, eine Lizenz zum Verkauf. Außerdem müssen Quelle und Urheber genannt werden. Bitte kontaktiere mich per E-mail.

Etui „Allerlei“ selber nähen

Falls du dein eigenes Modell nähen möchtest, zeige ich dir nun was du dafür brauchst und wie du das Etui Schritt für Schritt nachnähen kannst.

Schnittteile für das Etui Allerlei

Du benötigst einen Außenstoff, am besten kein Kunstleder, sondern Baumwollwebware, Canvas, Dekostoff oder ähnliches. Als Innenstoff eignet sich dünne Baumwollwebware oder eine beschichtete Baumwolle.

Ebenso empfehle ich Volumenvlies, z.B. H630, damit das Täschchen etwas stabiler wird. Zudem benötigst du noch einen passenden Reißverschluss mit 18cm Länge und 2,5cm Breite.

Und passendes Garn, Lineal, Schere etc.

Nun wird zugeschnitten.

Außenstoff UND Innenstoff: (2 x) 16 x 11 cm  und

(2x) 2,5 x 6 cm oder etwas länger als 6 cm – was zu lang ist, wird später abgeschnitten, aber so ist man in der Position des RV etwas variabler.

Vlies: (2x) 15 x 10 cm. Das Vlies wird auf die Innenseite des Außenstoffs gebügelt, falls dein Innenfutter ein beschichteter Stoff ist (und deshalb eventuell nicht gut gebügelt werden kann).

Wenn du magst, kannst du noch einen kleinen Streifen Kunstleder oder Snapap zuschneiden, der als Lasche noch eingenäht wird (nur zur Zierde) in der Größe 2 x 6 cm.

Der Reißverschluss wird vorbereitet

Reißverschluss vorbereiten

Ich habe hier einen Endlosreißverschluss verwendet, den ich auf 18 cm zugeschnitten habe. Nachdem ich den Zipper aufgefädelt habe, habe ich die beiden Enden mit dem Feuerzeug kurz versiegelt, damit der Reißverschluss nicht ausfranst.

Reißverschlussvorbereitung

Als erstes werden die Reißverschlussverlängerungen angenäht. Dazu wird je ein Streifen Außen- und ein Streifen Innenstoff an die Endkante des RV bündig angelegt, und zwar so, dass der Außenstoff rechts auf rechts mit dem RV liegt und der Innenstoff rechts auf links auf dem RV.

(also: RV mit dem Zipper nach oben hinlegen. Außenstoff rechts auf rechts oben anlegen. Innenstoff unter der RV legen, mit der rechten Seite nach oben.)

Nun werden beide Streifen gleichzeitig füßchenbreit an der Endkante angenäht.

Das Gleiche machst du nun noch auf der anderen Seite des RV.

Dann klappst du alle Verlängerungsstreifen nach außen um und steppst die Naht mit einem längeren Stich sauber und knappkantig ab.

Stoffteile vorbereiten

Jetzt nimm dir die Außen- und Innenstoffteile vor und lege sie jeweils rechts auf rechts aufeinander (gegengleich).

Eine obere Ecke wird nun abgerundet. Ich habe mir eine Garnkone zur Hilfe genommen und die Rundung eingezeichnet und mit der Schere geschnitten.

Jetzt wird der Reißverschluss an die Stoffteile angelegt.

Lege dazu den RV rechts auf rechts an die obere Kante OHNE Rundung an das eine Teil des Außenstoffs an. Der Abstand von der gerade Stoffkante bis zur Absteppnaht des RV sollte ca. 4 cm betragen.

Nun pinst du den RV an der geraden Kante sorgfältig an. Achte darauf, dass der RV mit der geschlossenen Seite am geraden Ende startet – siehe Foto.

Der Bereich der Kurve muss am RV mit kleinen Einschnitten versehen werden, damit man nachher besser die Kurve nähen kann. Es ist auf dem Bild schlecht zu sehen, aber du solltest etwa 2 mm tief einschneiden und vor allem über die ganze Kurvenlänge.

So sollte das Etui nun bei dir aussehen. Wenn du magst, arbeite in der Kurve mit Stecknadeln. Die Klammern rutschen an dieser kniffligen Stelle zu schnell weg. Hier ist es wichtig, dass sauber gearbeitet wird, damit die Kurve auch wirklich rund wird.

Nähe nun sehr langsam und mit 0,5 cm Nahtzugabe den RV an deinem Außenteil fest. Dazu verwendest du den RV-Fuß deiner Nähmaschine und stellst die Nadelposition auf „unten“. In der Kurve bitte Stich für Stich nähen und den Stoff etwas drehen. Bei jedem Stich darauf achten, dass der RV in der richtigen Position liegt. Wenn der RV Wellen schlägt, versuche diese Welle etwas flach zu drücken, sonst wird die Kurve nicht schön rund. Das verlangt ein wenig Geduld 😉

Wenn das geschafft ist, kannst du die RV-Verlängerungen schon entsprechend kürzen.

Jetzt nimm dir das passende Innenstoffteil. Dieses wird nun rechts auf rechts auf deinen Außenstoff gelegt und ordentlich festgepinnt.

Wenn du den RV öffnest ist es leichter zu nähen. Du kannst die untere Hälfte des RV auch etwas wegbiegen und wie auf dem Foto festpinnen, damit er nicht im Weg liegt.

Nähe jetzt wieder sehr vorsichtig und langsam mit einer Nahtzugabe von 0,5 cm den RV fest. Innen- und Außenstoff liegen nun also rechts auf rechts. Dazwischen liegt der RV.

Wenn du nun dein bisheriges Nähergebnis kurz wendest, sollte es so wie auf dem Bild aussehen. Achte darauf, dass alle Nähte sauber geschlossen sind. Andernfalls kannst du die betreffenden Stellen nochmal nachnähen.

Nun die andere Seite des RVs

Die ganze Prozedur wiederholst du nun noch mit dem zweiten Außenteil und dem zweiten Innenteil. Versuche möglichst gerade zu nähen. Falls der Zipper im Weg ist, stelle die Nadel auf Position „unten“ bzw. lass sie im Stoff, dann kannst du das Füßchen heben und den Zipper vorbeischieben. Dadurch verzieht sich der Stoff nicht und du kannst problemlos weiternähen.

Dein Täschchen sollte nun in etwa so aussehen. Das Schwierigste ist geschafft und du bist fast fertig! 🙂 Kontrolliere noch einmal alle Nähte und die Kurven.

Du solltest die genähte Kante nun noch mit einem Zick-Zack-Stich versäubern.

Wenn alles zu deiner Zufriedenheit ist, öffne den Reißverschluss.

Du musst jetzt das Täschchen so auffalten, dass du die kurze gerade Seite zusammenklammern kannst. Dabei liegen sowohl der Außenstoff als auch der Innenstoff rechts auf rechts aufeinander. Achte darauf, dass alles möglichst gerade und bündig ist. An dieser Seite kannst du nun auch die kleine Lederlasche (links auf links gefaltet) einschieben und mitnähen.

Du nähst nun die kurze gerade Außenstoffseite und die kurze gerade Innenstoffseite zu. Das geht in einer Naht in einem durch mit 1 cm Nahtzugabe.

Nun nähst du noch die lange Außenstoffseite zusammen. Dabei nähst du etwa 2 cm weiter auch den Innenstoff zusammen – nicht mehr! Denn der Rest der Innenstoffkante bleibt offen – das ist die Wendeöffnung.

Kontrolliere noch einmal, ob alle Nähte gut getroffen sind, besonders an den dickeren Stellen, an denen mehrere Stofflagen übereinander liegen.

Puh, fast fertig!

Nun wende deine Tasche einmal und sieh nach, ob alle Nähte dicht sind. Wenn das der Fall ist, stülpe dein Täschchen noch einmal um und versäubere die Kanten. Entweder nähst du dafür mit einem Zick-Zack-Stich über die Kante oder du schneidest die Kanten mit der Zick-Zack-Schere nach. Die Ecken kannst du abschrägen.

Nun kannst du deine Tasche final wenden. Forme die Ecken und Rundungen schön aus.  Zum Schluss nähst du die Wendeöffnung zu – entweder mit der Hand oder aber knappkantig mit der Maschine. FERTIG.

Ich freue mich, wenn du viel Spaß beim Nachnähen hattest! Wofür verwendest du dein Etui „Allerlei“?

Copyright © 2022 SuGarDesign Susanne Garvens – Alle Rechte vorbehalten.

Bastelanleitung Gate Fold Card

Aufklappbare Gate Fold Card mit Flamingo

Die Gate Fold Card zum Nachbasteln

Eine etwas andere Karte ist die Gate Fold Card. Es gibt Gelegenheiten, da möchte ich eine etwas andere Karte basteln als die übliche Klappkarte. Zu aufwändig darf es dann doch nicht sein, damit ich nicht den halben Tag dafür brauche, aber es sollte schon etwas her machen. Da finde ich die Gate Fold Card zum Nachbasteln sehr gut geeignet. Die Grundelemente sind mit einem Schneidebrett schnell zugeschnitten und zusammengeklebt. Für die Deko kann ich mir dann ein bisschen mehr Zeit lassen und meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Die Gate Fold Card ist ein wahrer Hingucker

Anders als eine gewöhnliche Grußkarte, öffnet sich die Gate Fold Karte wie eine zweiflügelige Tür. Dadurch hat man ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten beim Nachbasteln, denn man kann die Karte sowohl außen als auch innen nach Herzenslust dekorieren. Die Karte hat zusammengeklappt die Größe Din A6.

Möchtest du auch eine Gate Fold Karte basteln, dann folge meiner kurzen Anleitung. 🙂

Es kann losgehen

Für die Gate Fold Card zum Nachbasteln benötigst du Cardstock in Din A5, also 14,8 x 21,0 cm. Gefalzt wird der Cardstock an der langen Seite von links und von rechts je bei 5,25 cm, sodass das breitere Mittelteil eine Breite von 10,5 cm hat.

Um die einzelnen Seiten zu dekorieren, schneide nun passendes Motivpapier/Designpapier aus.

4 mal 13,7 x 4,3 cm (zwei für innen, zwei für außen). Eventuell nimmst du für die Innenseite Papier ohne Druck, damit du dort einen Platz für einen handgeschriebenen Gruß hast.

1 mal 13,7 x 9,4 cm (für innen)

1 mal 23,0 x 2,0 cm (Banderole)

Ich habe das Designpapier noch mit schwarzem Tonpapier hinterlegt. Dazu schneidest du das schwarze Papier ca. 2mm größer als das Designpapier. Das ist nicht unbedingt nötig, aber – wie immer – Geschmackssache.

Das Wichtigste: die Deko

Jetzt geht es an die Deko. Dazu stempelst, stanzt, schneidest, malst du die gewünschten Motive und Sprüche. Man kann natürlich auch Sticker oder fertiges Ephemera verwenden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Arrangiere eine einzelnen Teile so, wie es dir gefällt.

Tipp: Überlade die Karte nicht. Weniger ist mehr. So kannst du den Fokus auf das Hauptelement lenken. Ich habe mich im Beispiel für das Dschungel-Thema entschieden, passend zu dem Leoprint-Designpapier und habe die beiden Klappen innen frei gelassen. Hier könnte man auch unbedrucktes Papier befestigen, um noch einen lieben Spruch hinein zu schreiben.

Zum Schluss klebst du die Banderole passend zusammen, damit die Karte nicht von alleine aufspringt. Ich habe die Klebestelle mit einem ausgestanzten Blatt kaschiert und noch ein „Aloha“ darauf gestempelt. Mache die Banderole nicht zu straff, damit der oder die Beschenkte sie leicht abstreifen kann.

Ich habe noch ein paar Tropfen gelbe Nuvo-Drops als Highlights hinzugefügt.

Einen persönlichen Gruß kannst du auf die Rückseite der Karte schreiben, wenn man wie ich die Seitenteile mit Motivpapier beklebt hat.

Fertig ist eine schöne Glückwunschkarte, die du natürlich an viele Gelegenheiten anpassen kannst. Ob nun zum Geburtstag, Jubiläum, zur Geburt oder Hochzeit oder einfach nur so, die Karte kommt immer gut an.

Viel Spaß beim Basteln und Verschenken!

Gate Fold Karten und andere hübsche Glückwunschkarten findest du auch im Shop.

Geschenkanhänger für Ostern

Geschenkanhänger für Ostern
Geschenkanhänger aus Kraftpapier mit Karotten und Hasen.
Aus Kraftpapier und Stanzteilen kannst du hübsche Geschenkanhänger für Ostern basteln.

Auch wenn das Wetter derzeit wenig Laune auf Frühling macht, hatte ich Lust mit den Vorbereitungen für Ostern zu beginnen. Dabei sind diese drolligen Geschenkanhänger für Ostern entstanden. Die Karotten und die Hasen habe ich mit Stanzschablonen und der Stanzmaschine angefertigt, ebenso die den Schriftzug „Ostergrüße“ und die Tags selber. Das geht relativ zügig und ist vor allem eine ordentliche Sache. Mit der Schere würde ich das ja nie so hinbekommen. 😉

Die Hasen kann man unterschiedlich „dekorieren“ – mit Brille oder Schnäuzer, mit beidem oder ohne Deko – sie sehen auf jeden Fall immer fröhlich aus und passen hervorragend zum Frühling und zu Ostern.

Die Karotten habe ich ausnahmsweise mit den Alkoholmarkern koloriert – warum ausnahmsweise? Ich stehe mit den Alkoholmarkern immer noch auf Kriegsfuß, aber ohne Übung wird es wohl nicht gehen. Ich habe hier versucht, eine Art Aquarelllook zu erzeugen, was mir auch ganz gut gelungen ist. Eigentlich sind die Alkoholmarker dazu gedacht, Schattierungen ohne Abstufungen zu malen. Wichtig dabei ist, dass man dafür zwei bis vier Farben, die aus einer Farbfamilie stammen kombiniert – von helleren Tönen zu dunkleren.

Passend für einen Geschenkanhänger für Ostern finde ich den Stempel „FÜR DICH“. Daher habe ich ihn für die beiden lustigen Hasen verwendet. Das schwarz-weiße Bäckergarn rundet das Ganze ab und passt wunderbar zu den Labels aus Kraftpapier.

Falls ich dein Interesse für diese hübschen Geschenkanhänger für Ostern geweckt habe, schaue doch gerne in meinem Etsy-Shop vorbei.

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